03. Apr.
2024

Flexible Biogas-BHKW als Teil der Energiewende

Aktuell erzeugen knapp 10.000 dezentrale Anlagen in Deutschland Biogas. Sie liefern Strom für fast 10 Millionen Haushalte und Wärme für 2 Millionen Haushalte und stellen damit den größten Biogasanlagenpark Europas dar.

Biogas kann entscheidend zur Energiewende beitragen, denn es liefert auch dann wetterunabhängig Energie, wenn Sonne und Wind fehlen. Biogas ist speicherbar und hilft Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Das sind nur einige Argumente, die für Biogas sprechen, denn es ergänzt die anderen erneuerbaren Energien ideal.

Biogasbranche bietet 12 GW Leistung
Insgesamt sind aktuell in Deutschland Biogas-BHKW einer Gesamtleistung von 5,9 Gigawatt (GW) installiert. Diese Leistung könnte bis 2030 auf 12 GW gesteigert werden und den Bau neuer Gaskraftwerke überflüssig machen, wenn die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen werden. SERCOO Group unterstützt die Positionen und die Forderungen, die der Fachverband Biogas zur Kraftwerksstrategie, zur Nationalen Biomassenstrategie (NABIS) und zum Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Ende Februar 2024 veröffentlicht hat:

  • Dezentrale Anlagen können verstärkt Kapazitäten zur Absicherung der Stromerzeugung aus Wind und Solarenergie erbringen.
  • An bestehenden Anlagen, die nicht auf eine Einspeisung des Biogases ins Gasnetz umgerüstet werden können, kann mehr BHKW-Leistung mit neuen und größeren Gas- und Wärmespeichern errichtet werden. So können die BHKW in Zeiten mit niedrigerem Strombedarf abgestellt, das Biogas in dieser Zeit zwischengespeichert und in Zeiten mit hohem Strombedarf verstromt werden. Mit dem Wärmespeicher kann die Wärmeversorgung auch in Zeiten aufrechterhalten werden, in denen die BHKW keinen Strom produzieren.
  • Die NABIS muss die Rahmenbedingungen setzten, um den bestehenden Biogasanlagenpark zu erhalten und weiterzuentwickeln. Einmal stillgelegte Anlagenparks können nicht reaktiviert werden.
  • Die NABIS muss die Rahmenbedingungen schaffen für eine Umrüstung bestehender Anlagen auf die flexible Strom-/Wärmeerzeugung und / oder die Biogasaufbereitung sowie den Bau neuer Anlagen an geeigneten Standorten.
  • Die NABIS muss die Rahmenbedingungen schaffen für die Nutzung alternativer Biomasse-Rohstoffe. Deutschland verfügt über ein großes noch nicht erschlossenes Potenzial an Biomasse, das aus klima- und umweltpolitischer Sicht am sinnvollsten zur Biogas- und Biomethanproduktion genutzt werden kann und in keiner Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion steht. Dazu gehören kommunale und industrielle Reststoffe, Zwischenfrüchte und Zweinutzungskulturen, Gülle und Mist sowie landwirtschaftliche Reststoffe.
  • Das Ausschreibungsdesign im Rahmen des EEG muss angepasst werden, um einen wirtschaftlichen Weiterbetrieb und eine Weiterentwicklung der Anlagen auf künftige Anforderungen sicherzustellen.

Quelle: Fachverband Biogas (www.biogas.org)

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